Cambarellus patzcuarensis sp. "Orange"
CPO

Cambarellus patzcuarensis sp. "Orange"

CPO

CPOs an einer Futtertablette

Name: Cambarellus patzcuarensis sp. "Orange"

Deutsche Namen: Oranger Zwergkrebs

Synonyme: keine

Herkunft: Lago de Pátzcuaro (Bundesstaat Michoacán/Mexiko)
Größe: Weibchen bis 4 cm, Männchen bis 3 cm
Temperatur: 10 - 25°C
pH-Wert: 6,5 - 9
Wasserhärte: ab GH 6
Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen unterscheiden sich von Weibchen durch ihre zum Begattungsgriffel umgebildeten ersten Schwimmbeinpaare.

Futter:

Die Fütterung dieser Krebse kann sehr vielseitig erfolgen. Der Handel bietet spezielles Krebsfutter an
(z.B. JBL NovoCrabs), aber auch Flockenfutter, Futtertabletten und Sticks werden sehr gern angenommen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Futter viel pflanzliche und wenig tierische Inhaltsstoffe enthält. Außerdem sollte viel Laub von Buchen, Apfel, Kirsche oder Hasel gefüttert werden, allerdings nur Laub, das im Herbst bereits abgefallen ist - kein gepflücktes und getrocknetes Laub. Auch verschiedene Gemüsearten eigenen sich zum Verfüttern, wie z. B. Möhren, Spinat, Salate, Zucchini, Kohlarten wie Rosenkohl, Hokaido-Kürbis etc. Das Gemüse muss aber vor dem Füttern für einige Minuten gebrüht werden.

Insbesondere bei ausgewachsenen Tieren ist darauf zu achten, dass nur sehr wenig tierische Proteine gefüttert werden, da diese die Häutung negativ beeinflussen.

Bemerkungen:

Liebhaber nennen diese Krebsart in Abkürzung des wissenschaftlichen Namens "CPO". Es handelt sich um eine orangefarbene Zuchtform von Cambarellus patzcuarensis.

CPOs können in einer Gruppe von mehreren Tieren bereits in kleineren Becken gehalten werden. Ausgehend von Standardmaßen empfiehlt sich ein Becken von 60 x 30 x 30 cm. Wir halten unsere Zuchtgruppe in einer Spezialanfertigung von 44 x 40 x 20, da im Gegensatz zu Fischaquarien die Größe der Grundfläche die entscheidendere Rolle spielt.

Die Vergesellschaftung mit kleinen Fischen ist möglich, Jungtiere werden dann aber kaum durchkommen.

Die Männchen sind untereinander oft recht aggressiv. Außerdem sind CPOs kannibalisch veranlagt. Es kann passieren, dass ein Artgenosse, der bei der Häutung nicht schnell genug aus der Exuvie herausschlüpfen kann, von den anderen Tieren aufgefressen wird.

Bei uns hat es sich bewährt, in die CPO-Becken einen Kalkstein zu legen. Dieser hält auch bei einem selteneren Wasserwechsel die Karbonathärte und den pH-Wert konstant, was sich bei uns in einer weitaus geringeren Sterblichkeit und einer besseren Vermehrungsfreudigkeit bemerkbar gemacht hat.

Die Aufzucht der Jungen stellt sich in der Regel nicht schwierig dar. In einem Becken mit genügend Mulm und Laub werden immer Jungtiere durchkommen, soweit keine Fressfeinde vorhanden sind.

Wichtig bei der Haltung von Krebsen ist es, dass kupferfreies Leitungswasser zur Verfügung steht. Sollten in Ihrer Wohnung Wasserleitungen aus Kupfer verlegt worden sein, dann empfiehlt sich die Anschaffung eines Reiser- oder Carbonit-Leitungswasserfilters. Mit den im Zoohandel erhältlichen Messreagenzien sind die für Krebse bereits gefährlichen Kupfermengen noch nicht nachweisbar. Auch die Wirkung von Schwermetalle bindenden Wasseraufbereitern ist fraglich. Vorsicht ist auch beim Einsatz von Pflanzendüngern geboten, wenn diese Kupfer enthalten. Kupfer-II-Sulfat ist hingegen unschädlich. Bitte halten Sie aber die Dosierungsmengen ein.

Bitte pflanzen Sie keine neu erworbenen Wasserpflanzen direkt in das Krebs-Aquarium, da diese, soweit sie aus dem Handel stammen, oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden und Sie damit Ihre Krebse vergiften können. Solche Pflanzen sollten vorher einige Tage gewässert werden.

Achten Sie außerdem darauf, dass diese Art weder direkt noch indirekt mit Krebsen aus Europa, Asien oder Australien in Berührung kommt (z. B. die Gattung Cherax). Die nordamerikanischen Krebse sind immun gegen die gefährliche Krebspest, fungieren aber als Überträger. Die Krebse aus Europa, Asien und Australien hingegen sind nicht immun und erkranken daran. Diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar.

Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, dass die winzigen Jungtiere beim Wasserwechsel nicht in unsere natürlichen Gewässer gelangen, da sie unserer heimischen Krebsfauna schweren Schaden zufügen können.

Weitere Informationen zu diesen Krebsen finden Sie auf den folgenden Seiten:

crusta.de

www.wirbellose.de

CPO
CPO
CPO
CPO

Jungtier auf einem Buchenblatt.

CPO-Pärchen bei der Paarung

CPO

Das Gesicht eines CPO ...

CPO

CPOs sind wahre Kletterkünstler ...

CPO Jungtier

Winziges Jungtier auf einer Filterpatrone.

CPO

Die bei der Häutung verlassene, alte Haut, die sogenannte Exuvie

Junge CPOs während des Umsetzens in einer Plastikschale

CPO

CPO-Pärchen bei der Paarung

CPO

... und das Hinterteil.

CPO

... und balancieren auch gern mal auf den Pflanzen.

CPO Zucchini

CPO beim Fressen an einer Zucchinischeibe.

CPO

Etwa 8 mm große CPO-Jungtiere auf einer Zucchinischeibe.

Startseite