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Cherax sp. "Blue Moon" sollte paarweise in Becken mit möglichst großer Grundfläche gehalten werden. Jedem Tier muss eine eigene Höhle zur Verfügung stehen, die einen und möglichst kleinen Eingang haben sollten (siehe Foto unten). Die Höhlen sollten jeweils außerhalb der Sichtweite des jeweils anderen Tieres stehen. Gruppenhaltung ist nur bei großen Becken zu empfehlen.
Es empfiehlt sich, Eier tragende Weibchen vom Männchen zu trennen, da die Männchen in dieser Zeit recht aggressiv sein können.
Sollten Ihre Krebse einmal aus dem Aquarium ausbrechen und längere Zeit im Zimmer herum wandern, dann dürfen sie sie nicht sofort wieder in das Aquarium zurück setzen. Während des Aufenthalts an Land trocknen die Kiemen der Krebse aus und sie ertrinken im Wasser. Setzen sie die Tiere daher in einem solchen Fall in eine kleine verschließbare Küchendose, in die sie etwa 1 cm Wasser geben. In dieser Umgebung feuchten sich die Kiemen wieder an und sind danach wieder funktionstüchtig. Haben Sie in einem solchen Fall keine Angst, Ihre Krebse können längere Zeit an Land überleben.
Die Vergesellschaftung mit Fischen ist möglich, da die Krebse lediglich schwache oder tote Fische fressen. Gesunde und lebhafte Fische werden fast nicht beachtet.
Die Zucht dieser Krebsart gestaltet sich nicht so schwierig, wie man meinen möchte. Da im Internet und in der Literatur zum heutigen Zeitpunkt (Dezember 2006) so gut wie nichts darüber zu finden ist, haben wir unsere ersten Brutbeobachtungen für Sie aufgeschrieben:
Wir vertreten die Auffassung, dass diese Art eine Standortvariante des im Handel als Cherax sp. "Irian Jaya" oder Cherax sp. "Hoa Creek" erhältlichen Krebses darstellt. Dies trifft möglicherweise auch auf die im handel erhältlichen Arten Cherax sp. "Ajamaru/Green Grass" und Cherax sp. "Tricolor/Irian Jaya purple" zu. Ob dies so ist, werden die Wissenschaftler klären müssen.
Wichtig bei der Haltung von Krebsen ist es, dass kupferfreies Leitungswasser zur Verfügung steht. Sollten in Ihrer Wohnung Wasserleitungen aus Kupfer verlegt worden sein, dann empfiehlt sich die Anschaffung eines Reiser- oder Carbonit-Leitungswasserfilters. Mit den im Zoohandel erhältlichen Messreagenzien sind die für Krebse bereits gefährlichen Kupfermengen noch nicht nachweisbar. Auch die Wirkung von Schwermetalle bindenden Wasseraufbereitern ist fraglich. Vorsicht ist auch beim Einsatz von Pflanzendüngern geboten, wenn diese Kupfer enthalten. Kupfer-II-Sulfat ist hingegen unschädlich. Bitte halten Sie aber die Dosierungsmengen ein.
Bitte pflanzen Sie keine neu erworbenen Wasserpflanzen direkt in das Krebs-Aquarium, da diese, soweit sie aus dem Handel stammen, oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden und Sie damit Ihre Krebse vergiften können. Solche Pflanzen sollten vorher einige Tage gewässert werden.
Achten Sie außerdem darauf, dass diese Art weder direkt noch indirekt mit Krebsen aus Nordamerika in Berührung kommt (z. B. die Gattungen Cambarus, Cambarellus, Procambarus, Orconectes). Die nordamerikanischen Krebse sind immun gegen die gefährliche Krebspest, fungieren aber als Überträger. Die Krebse aus Europa und Australien hingegen sind nicht immun und erkranken daran. Diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar.
Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, dass die winzigen Jungtiere beim Wasserwechsel nicht in unsere natürlichen Gewässer gelangen, da sie unserer heimischen Krebsfauna schweren Schaden zufügen können.
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