Procambarus alleni sp. "Blau"

Die Zucht dieser Art haben wir aufgegeben. Bei Interese an diesen Tieren wenden Sie sich bitte an

Sabine.Wroblewski@web.de

Procambarus alleni

Procambarus alleni

Procambarus alleni

Procambarus alleni

Name: Procambarus alleni sp. "Blau"

Deutsche Namen: Blauer Floridakrebs, Blauer Florida-Hummer, Blauer Florida-Lobster

Synonyme: Leconticambarus alleni

Die Bezeichnung "Hummer" ist leider falsch. Hummer sind Meerestiere. Bei diesen Tieren handelt es sich um Flusskrebse.

Herkunft: Florida (die blaue Variante ist ein reiner Aquarienstamm)
Größe: Männchen bis 10 cm, Weibchen bis 8 cm
Temperatur: 20 - 24°C, auch niedrigere Temperaturen werden vertragen
pH-Wert: 6,5 bis 8
Wasserhärte: 10 - 25°dGH
Geschlechtsunterschiede:

Die Geschlechter lassen sich anhand der Scherenform und -größe unterscheiden, sicherer ist allerdings die Bestimmung der Geschlechter anhand des Begattungsgriffels des Männchens.

Futter:

Die Fütterung dieser Krebse kann sehr vielseitig erfolgen. Der Handel bietet spezielles Krebsfutter an (z.B. JBL NovoCrab), aber auch Flockenfutter, Futtertabletten und Sticks werden sehr gern angenommen. Außerdem sollte viel Laub von Buchen, Apfel, Kirsche oder Hasel gefüttert werden, allerdings nur Laub, das im Herbst bereits abgefallen ist - kein gepflücktes und getrocknetes Laub. Auch verschiedene Gemüsearten eignen sich zum Verfüttern, wie z. B. Möhren oder überbrühter Spinat. An tierischer Nahrung kann sehr gut rohes Fischfleisch gereicht werden. Die Tiere fangen und fressen aber auch lebende Fische und Schnecken. Letztere werden mit Hilfe der Scheren regelrecht aus dem Gehäuse gerissen. Wir bieten unseren Tieren regelmäßig Spitzschlammschnecken aus dem Gartenteich an.

Bemerkungen:

Procambarus alleni können in kleineren Becken ab 80 cm paarweise, in größeren Becken zu mehreren Paaren gehalten werden.

Das Becken sollte über sehr viele Verstecke und Laub verfügen. Das Licht sollte gedämpft sein. Auf eine Bepflanzung der Becken muss häufig verzichtet werden, da die Krebse die Pflanzen abknipsen und fressen.

Die Nachzucht die er Krebse stellt den Liebhaber vor keine großen Probleme, daher kann es schnell zur Überbevölkerung im Aquarium kommen.

Sollten Ihre Krebse einmal aus dem Aquarium ausbrechen und längere Zeit im Zimmer herum wandern, dann dürfen sie sie nicht sofort wieder in das Aquarium zurück setzen. Während des Aufenthalts an Land trocknen die Kiemen der Krebse aus und sie ertrinken im Wasser. Setzen sie die Tiere daher in einem solchen Fall in eine kleine verschließbare Küchendose, in die sie etwa 1 cm Wasser geben. In dieser Umgebung feuchten sich die Kiemen wieder an und sind danach wieder funktionstüchtig. Haben Sie in einem solchen Fall keine Angst, Ihre Krebse können längere Zeit an Land überleben.

Wichtig bei der Haltung von Krebsen ist es, dass kupferfreies Leitungswasser zur Verfügung steht. Sollten in Ihrer Wohnung Wasserleitungen aus Kupfer verlegt worden sein, dann empfiehlt sich die Anschaffung eines Reiser- oder Carbonit-Leitungswasserfilters. Mit den im Zoohandel erhältlichen Messreagenzien sind die für Krebse bereits gefährlichen Kupfermengen noch nicht nachweisbar. Auch die Wirkung von Schwermetalle bindenden Wasseraufbereitern ist fraglich. Vorsicht ist auch beim Einsatz von Pflanzendüngern geboten, wenn diese Kupfer enthalten. Kupfer-II-Sulfat ist hingegen unschädlich. Bitte halten Sie aber die Dosierungsmengen ein.

Bitte pflanzen Sie keine neu erworbenen Wasserpflanzen direkt in das Krebs-Aquarium, da diese, soweit sie aus dem Handel stammen, oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden und Sie damit Ihre Krebse vergiften können. Solche Pflanzen sollten vorher einige Tage gewässert werden.

Achten Sie außerdem darauf, dass diese Art weder direkt noch indirekt mit Krebsen aus anderen Kontinenten (Australien, Asien, Europa) in Berührung kommt (z. B. die Gattung Cherax). Die nordamerikanischen Krebse sind immun gegen die gefährliche Krebspest, fungieren aber als Überträger. Die Krebse aus Europa, Asien und Australien hingegen sind nicht immun und erkranken daran. Diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar.

Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, dass die winzigen Jungtiere beim Wasserwechsel nicht in unsere natürlichen Gewässer gelangen, da sie unserer heimischen Krebsfauna schweren Schaden zufügen können.

Setzen Sie diese Krebse auch bitte nicht in den Gartenteich, da sie von dort aus in unsere heimischen Gewässer abwandern können !!!

Weitere Informationen zu diesen Krebsen finden Sie auf den folgenden Seiten:

crusta.de

Wirbellose.de

Procambarus alleni

Procambarus alleni - junges Weibchen

Procambarus alleni

Procambarus alleni

Procambarus alleni

Procambarus alleni beim "Schlachten" einer Spitzschlammschnecke

Procambarus alleni

Exuvie von Procambarus alleni

Procambarus alleni

Das oben gezeigte Weibchen mehrere Monate später kurz nach einer Häutung.

Procambarus alleni

Das Männchen verteidigt seine Höhle.

Procambarus alleni

Unser Weibchen um die Jahreswende 2007/2008.

Procambarus alleni

Gesicht unseres Weibchens.

Procambarus alleni

Porträt eines Procambarus alleni.

Dieses Foto wurde von Tobias Möser in unserem Keller aufgenommen.

Procambarus alleni

Jungtier auf einem Laubblatt.

Procambarus alleni

Jungtiere an einem Futterfisch.

Procambarus alleni

Jungtiere während des Umsetzens in einer Schale.

Procambarus alleni

Die Jungtiere ziehen in ihr neues Heim ein.

Foto folgt
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