| Bemerkungen:
Procambarus alleni können in kleineren Becken ab 80 cm paarweise, in größeren Becken zu mehreren Paaren gehalten werden.
Das Becken sollte über sehr viele Verstecke und Laub verfügen. Das Licht sollte gedämpft sein. Auf eine Bepflanzung der Becken muss häufig verzichtet werden, da die Krebse die Pflanzen abknipsen und fressen.
Die Nachzucht die er Krebse stellt den Liebhaber vor keine großen Probleme, daher kann es schnell zur Überbevölkerung im Aquarium kommen.
Sollten Ihre Krebse einmal aus dem Aquarium ausbrechen und längere Zeit im Zimmer herum wandern, dann dürfen sie sie nicht sofort wieder in das Aquarium zurück setzen. Während des Aufenthalts an Land trocknen die Kiemen der Krebse aus und sie ertrinken im Wasser. Setzen sie die Tiere daher in einem solchen Fall in eine kleine verschließbare Küchendose, in die sie etwa 1 cm Wasser geben. In dieser Umgebung feuchten sich die Kiemen wieder an und sind danach wieder funktionstüchtig. Haben Sie in einem solchen Fall keine Angst, Ihre Krebse können längere Zeit an Land überleben.
Wichtig bei der Haltung von Krebsen ist es, dass kupferfreies Leitungswasser zur Verfügung steht. Sollten in Ihrer Wohnung Wasserleitungen aus Kupfer verlegt worden sein, dann empfiehlt sich die Anschaffung eines Reiser- oder Carbonit-Leitungswasserfilters. Mit den im Zoohandel erhältlichen Messreagenzien sind die für Krebse bereits gefährlichen Kupfermengen noch nicht nachweisbar. Auch die Wirkung von Schwermetalle bindenden Wasseraufbereitern ist fraglich. Vorsicht ist auch beim Einsatz von Pflanzendüngern geboten, wenn diese Kupfer enthalten. Kupfer-II-Sulfat ist hingegen unschädlich. Bitte halten Sie aber die Dosierungsmengen ein.
Bitte pflanzen Sie keine neu erworbenen Wasserpflanzen direkt in das Krebs-Aquarium, da diese, soweit sie aus dem Handel stammen, oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden und Sie damit Ihre Krebse vergiften können. Solche Pflanzen sollten vorher einige Tage gewässert werden.
Achten Sie außerdem darauf, dass diese Art weder direkt noch indirekt mit Krebsen aus anderen Kontinenten (Australien, Asien, Europa) in Berührung kommt (z. B. die Gattung Cherax). Die nordamerikanischen Krebse sind immun gegen die gefährliche Krebspest, fungieren aber als Überträger. Die Krebse aus Europa, Asien und Australien hingegen sind nicht immun und erkranken daran. Diese Krankheit ist bis heute nicht heilbar.
Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, dass die winzigen Jungtiere beim Wasserwechsel nicht in unsere natürlichen Gewässer gelangen, da sie unserer heimischen Krebsfauna schweren Schaden zufügen können.
Setzen Sie diese Krebse auch bitte nicht in den Gartenteich, da sie von dort aus in unsere heimischen Gewässer abwandern können !!!
Weitere Informationen zu diesen Krebsen finden Sie auf den folgenden Seiten:
crusta.de
Wirbellose.de
|